Luftverschmutzung: 9 von 10 Menschen atmen verpestete Luft

Genf. Verpestete Luft macht krank und kann tödlich sein. Neun von zehn Erdenbürgern atmen schlechte Luft, warnt die WHO.

Berlin, 02.05.18: Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit sieben Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von Luftverschmutzung sterben. Nach dem jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO ist sie der Grund für den vorzeitigen Tod von jährlich 7 Millionen Menschen weltweit. Giftige Partikel wie diese sind nach Schätzungen der WHO für ein Viertel aller Todesfälle durch Herzkrankheiten und Hirnschlag bei Erwachsenen verantwortlich.

In Neu-Delhi ist die Luft besonders schlecht. Mehr als 90 Prozent der Todesfälle im Zusammenhang mit Luftverschmutzung werden der WHO-Untersuchung zufolge in einkommensschwächeren Ländern, insbesondere in Asien und Afrika, registriert. Im Haus handle es sich meist um Rauch durch offenes Feuer und Kerosin- und Holzverbrennung zum Kochen oder für Licht. Drei Milliarden Menschen weltweit müssten noch mit solchen Brennstoffen im Haus vorlieb nehmen. Im Freien wird die Luft vor allem durch Industrieabgase und Schafstoffausstoß von Autos und anderen Fahrzeugen verschmutzt. In Ländern mit hohem Wohlstand - etwa Europa oder USA - sei die Luft am besten. Das geht aus neuen Daten hervor, welche die WHO am Mittwoch veröffentlichte. Daraus schließt WHO-Direktorin Meira, dass das Problem erkannt ist und die Städte an einer Verbesserung der Situation arbeiten wollen.

Dichter Smog über dem indischen Neu Delhi: Frauen halten sich zum Schutz Tücher vor den Mund.


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