Finanzskandal erschüttert katholische Kirche in Bonn

Bonn - Der Bonner Stadtdechant Wilfried Schumacher hat die Verantwortung für den Finanzskandal in der Münsterpfarrei übernommen und ist von seinen Ämtern zurück getreten. Martin zu einer unzulässigen Verwendung kirchlicher Finanzmittel in Höhe von knapp einer Million Euro gekommen.

Demnach bestätigten sich Recherchen des General-Anzeigers, wonach das turnusgemäße Controlling des Erzbistums Köln ein über mehrere Jahre hinweg währendes Missmanagement festgestellt hat.

Konkret: Mit dem Geld wurden Löcher im Etat der Pfarrgemeinde St. Das Geld sei offenbar dafür verwendet worden, defizitäre Einrichtungen der Kirchengemeinde zu finanzieren, unter anderem den Betrieb des für die City-Seelsorge genutzten Münster-Carres sowie Baumaßnahmen. "Dies ist hier nicht geschehen", heißt es in der Mitteilung.

Eine persönliche Bereicherung werde den Verantwortlichen nicht vorgeworfen.

Zusammen mit der für die Kirchengemeinde St. Martin in Bonn und als Stadtdechant zu verzichten. Martin Bonn eine besondere Aufsichts- und Vermögensbetreuungspflicht. Er erkläre deshalb, mit sofortiger Wirkung auf die Aufgaben als Pfarrer der Pfarrei St.

Der Bonner Stadtdechant Wilfried Schumacher soll laut dem Zeitungsbericht entlassen werden. Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, habe den Rücktritt bereits angenommen. "Die unabhängige Untersuchung stellt für Monsignore Schumacher eine zentrale Schnittstellenfunktion fest".

Nach Angaben des Erzbistums soll die Überprüfung und Ordnung der kirchengemeindlichen Finanzen mit Unterstützung der externen Wirtschaftsprüfer fortgesetzt werden.

Dementsprechend prüft das Erzbistum auch, welche Maßnahmen gegebenenfalls ergriffen werden müssen, um derartige Fälle in Zukunft zu verhindern. Die Aufgabe des Stadtdechanten übernimmt Pfarrer Bernd Kemmerling kommissarisch. Die derzeitige Restaurierung des Bonner Münster wird durch die Vorgänge nicht beeinträchtigt.


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