Spotify löscht R.Kelly aus den Playlists

Abrufbar sind sie aber weiterhin.

Wie ein Sprecher des schwedischen Streamingdienstes mitteilte, wurde der Sänger mitsamt seiner Musik aus allen Playlisten und Empfehlungen von Spotify gekickt.

Spotify reagiert damit auch auf einen offenen Brief der "Time's Up"-Bewegung: "Wir fordern angemessene Ermittlungen und Untersuchungen der Vorwürfe gegen R. Kelly, die von Frauen und ihren Familien nun seit über zwei Dekaden erhoben werden". Zudem klagte eine weitere Frau gegen den US-Popstar, dieser habe sie mit einer Geschlechtskrankheit infiziert - obwohl er von der Krankheit gewusst habe.

Herber Schlag für den R&B-Künstler R. Kelly (51, "I Believe I Can Fly"). In dieser und anderen Playlisten soll die Musik von R. Kelly nun nicht mehr auftauchen. Hintergrund ist eine neue Richtlinie von Spotify zu Hassinhalten und gewalttätigem Verhalten, auch sexueller Gewalt.

Der Druck auf R. Kelly wächst Seit Jahren kursieren Anschuldigungen, wonach der Musiker Frauen misshandelt haben soll. Verurteilt wurde R.Kelly wegen der Vorwürfe nicht. In einem aktuellen Prozess muss sich der Rapper wegen des Vorwurfs der schweren Gewalt gegen eine schwangere Frau rechtfertigen. Spotify habe den Schritt auf Grundlage "falscher Anschuldigungen" beschlossen und arbeite zudem mit Künstlern zusammen, gegen die ebenfalls Anschuldigungen vorliegen.

Der Internetdienst Buzzfeed hatte im Juli 2017 berichtet, R. Kelly habe mehrere Frauen, die in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihm standen, ausgenutzt.

Bereits im August hatte Spotify rund zwanzig Musikgruppen wegen mutmaßlicher Verbreitung von Hassbotschaften aus dem Angebot gestrichen.


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