Erste Wahl im Irak nach Sieg über IS

Die Wahl gilt als "Schicksalswahl": Weite Teile des Landes liegen in Trümmern, Hunderttausende leben nach wie vor in Flüchtlingslagern und der Krieg hat die politische Gemengelage maßgeblich verändert.

Denn auch wenn der IS weitestgehend besiegt wurde, ist er nicht vernichtet. Nach dem Sieg gegen den islamischen Staat (IS [VIDEO]) befürchten dennoch manche Beobachter den Wiederkehr des sunnitischen IS, sollte die neue Regierung nicht für einen Ausgleich zwischen der Mehrzahl der Schiiten und der Minderheit der Sunniten schaffen. Das Vakuum nach Zerfall der Armee haben Milizen gefüllt, die eng mit Teheran verbunden sind. Keines der Wahlbündnisse dürfte ausreichend Sitze im Parlament gewinnen, um eine Alleinregierung bilden zu können.

Durch z.B. Al-Abadi wurde der ganze Irak aufgefordert wählen zugehen.

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen öffneten heute früh die Wahllokale. Unter riesigen Sicherheitsmaßnahmen konnten rund 24,5 Millionen Wahlberechtigte die 329 Mitglieder des Parlaments in Bagdad bestimmen. Große Teile des Iraks sind jedoch zerstört. Im Dezember vergangenen Jahres erklärte der Regierungschef den Sieg über die Extremistengruppe.

Die Wahlen finden unter einem großen Sicherheitsaufgebot statt, da der IS mit Anschlägen gedroht hat. Nach UN-Angaben sind zudem noch mehr als zwei Millionen Menschen im Land vertrieben. Auch IS-Zellen sind weiter aktiv.

Mit Blick auf die Wahl im Irak hat das Internationale Rote Kreuz (IKRK) die Weltgemeinschaft aufgerufen, das Land angesichts der großen Zerstörung nicht im Stich zu lassen.

Tim Petschulat, Wahlbeobachter der Friedrich-Ebert-Stiftung, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Lage in Bagdad sei ruhig. "Die internationale Gemeinschaft muss sich weiter engagieren".

Der Weltbank zufolge werden für den Wiederaufbau des Iraks rund 88 Mrd. Bei einer internationalen Geberkonferenz im Februar in Kuwait waren dem Land 30 Milliarden Dollar (etwa 24 Milliarden Euro) zugesagt worden.


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