Aue legt Widerspruch gegen Lilien-Sieg ein

Ein Tor nicht gegeben, mindestens einen Elfmeter verweigert: Erzgebirge Aue geht offiziell gegen die unglückliche Pleite bei Darmstadt 98 vor.

Widerspruch gegen die Spielwertung, Strafanzeige gegen den Schiedsrichter und DFB-Ermittlungen gegen den Präsidenten von Erzgebirge Aue: Die Zweitligapartie des sächsischen Clubs bei Darmstadt 98 (0:1) hat ein Nachspiel.

Grund dafür seien die drei eklatanten Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks. Die Auer müssen nun in zwei Relegationsspielen am 18. und 22. Mai gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC antreten, während sich die Darmstädter im Saisonfinale vor dem Abstieg retteten.

Unterdessen ist gegen Referee Storks eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Betruges bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt gestellt worden. Mit einer Entscheidung vor dem Sportgericht sei bis Mittwoch zu rechnen, hieß es. Auf Nachfrage des hr-sport wollten sich die Lilien nicht äußern.

Im Gegensatz zu den Sachsen: "Diese ganz klar und in aller Welt sichtbaren Fehler dürfen und können wir nicht im Raum stehen lassen und einfach so hinnehmen". Die Niederlage war umstritten, gegen Darmstadt war Aue ein reguläres Tor nicht anerkannt worden. "Wir haben als Verein eine enorm große Verantwortung unseren Mitgliedern, Sponsoren, unseren Fans und unserer Mannschaft gegenüber". Der DFB leitete stattdessen ein Ermittlungsverfahren gegen Aues Boss Helge Leonhardt ein, der unmittelbar nach dem Spiel im MDR einen Betrug zumindest angedeutet hatte.

Leonhardt weiter: "Das Fairplay wurde vom Schiedsrichterteam gestern mit Füßen getreten. So ein klares Tor in einem so wichtigen Spiel nicht so geben, das ist schon eine bodenlose Frechheit". Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Montag mit.

DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich wies am Nachmittag die gegen Stork erhobenen Vorwürfe zurück. "Verständlich ist der Ärger bei denen, die betroffen sind".


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