Bundesregierung weitet Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen aus

Im Wesentlichen kommt das Plus dadurch zustande, dass die Lkw-Maut ab Juli auf alle rund 40.000 Kilometer Bundesstraße zusätzlich zu den Autobahnen ausgedehnt wird. Elektro-Lkw werden hingegen von der Gebühr ausgenommen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verwies darauf, dass Elektro-Lkw ganz von der Maut befreit würden und erstmals auch Lärm mit in die Sätze eingerechnet wurde.

Zum 1. Januar 2019 sollen zudem die Lkw-Mautsätze angepasst werden.

Bisher erhebt der Bund die Lkw-Maut auf rund 12.800 Kilometern Bundesautobahnen und rund 2300 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen. Damit werde für mehr Gerechtigkeit bei den Tarifen gesorgt, "indem wir schwerere Fahrzeuge, die unsere Straßen stärker beanspruchen, auch stärker zur Kasse bitten", erklärte Scheuer. Diese Kosten sollen in regelmäßigen Abständen durch sogenannte Wegekostengutachten ermittelt werden. Bis 2022 kann das Verkehrsministerium mit 7,2 Milliarden Euro rechnen - statt bisher mit 4,8 Milliarden.

Durch die geplante Maut-Befreiung für Elektro-Lastwagen können Spediteure laut Bundesverkehrsministerium (BMVI) im Schnitt 5000 Euro pro Jahr und eingesetztem Fahrzeug sparen. Damit würden "Anreize für die Nutzung umweltfreundlicher, leiser Lkw" geschaffen.


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