Christina Schulze Föcking tritt zurück

Die Umwelt- und Agrarministerin ist zurückgetreten. Ihr Landtagsmandat will sie behalten.

Mit Amtsbeginn 2017 war Schulze Föcking ins Visier von Tierschützern geraten, die angebliche Tierschutz-Vergehen auf dem Bauernhof ihres Mannes in Nordrhein-Westfalen kritisiert hatten.

Schulze Föcking steht seit Monaten an mehreren Fronten unter dem Dauerfeuer der Opposition.

SPD und Grüne wollten die Vorwürfe gegen die Ministerin in einem Untersuchungsausschuss aufklären. Die Staatsanwaltschaft fand jedoch keine Hinweise für Tierquälerei. Die mit nur einer Person besetzte Stelle hatte zuletzt auch einen Ordner über die Vorgänge in dem Mastbetrieb der Familie von Schulze Föcking angelegt.

Düsseldorf. NRW-Agrarministerin Schulze Föcking sorgt für immer neue Negativ-Schlagzeilen: mit der Tierhaltung im heimischen Betrieb, mit einer Stabsstelle gegen Umweltkriminalität und jetzt mit einem Hackerangriff, den es gar nicht gab.mehr.

Schulze Föcking dankt all jeden, die ihr "persönlich Rückendeckung gegeben haben" und bleibt als Abgeordnete im Landtag. Er hat gerichtsähnliche Befugnisse, kann Zeugen vernehmen und zur Beweisaufnahme Dokumente anfordern.

Nach monatelangem Druck der Opposition und anonymen Drohungen tritt die nordrhein-westfälische Agrar- und Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) zurück.

Als Ministerin war die CDU-Politikerin erst ein knappes Jahr im Amt - eine kurze Zeit, in der sie allerdings vor allem mit familiärer Verstrickung in die Schweinemast, umstrittene Entscheidungen und einen falschen Hackeralarm von sich reden machte. "Und nicht nur mich: Der Preis meines politischen Amtes für meine Familie ist zu hoch". Deshalb: "großen Respekt vor der Entscheidung".


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