Ebola-AusbruchWHO schickt Impfdosen in den Kongo

In dieser Woche soll erstmals ein Impfstoff gegen die Krankheit zum Einsatz kommen.

Nachdem im Kongo erneut Ebola ausgebrochen ist, ist die Angst vor einer Epidemie groß.

4000 Impfdosen seien aktuell auf den Weg in die Provinz im Nordwesten des Kongo, wie ein WHO-Sprecher am Montag in Genf sagte. Neben zwei offiziell bestätigten Ebola-Erkrankungen stieg die Zahl der womöglich Betroffenen in den vergangenen Tagen auf fast 30 weitere Fälle an - es handelt sich um 25 wahrscheinliche und zwölf vermutete Infizierte. Gleichzeitig registrierten die kongolesischen Gesundheitsbehörden bereits 18 Todesfälle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt jetzt einen experimentellen Impfstoff in das Seuchengebiet.

Die WHO startet mit einer eigenen Impfkampagne, um die Seuche aufzuhalten. Tedros lobte zugleich die Reaktion der Regierung in Kinshasa auf den Ebola-Ausbruch.

Es ist bereits der neunte bekannte Ausbruch von Ebola in dem Land seit 1976, als das tödliche Virus erstmals von einem belgischen Expertenteam nachgewiesen wurde.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Eine Übertragung der Viren geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Erkrankten.

Die Genfer UN-Behörde hat aus ihrem Fiasko beim Ebola-Ausbruch in Westafrika vor vier Jahren offenbar gelernt: Sie sandte bereits 40 internationale Experten zur Bekämpfung der Epidemie in die Region um das Städtchen Bikoro. Zwischen 2014 und 2016 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone tausende Menschen an Ebola.


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