Polizei geht gegen mutmaßliche Schleuser vor

Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse wegen des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern vollstreckt Erneut ist die Staatsanwaltschaft Berlin und die Polizei gegen eine Bande von Schleusern vorgegangen und hat heute in Berlin und Brandenburg 20 Wohnungen durchsucht und drei Haftbefehle vollstreckt.

In zehn Fällen geht es um Scheinehen, in fünf Fällen um fingierte Vaterschaften; letztlich ging es den verdächtigen Vietnamesen immer darum, dass sie einen Aufenthaltsstatus in Deutschland bekommen. Die Ermittler stellten umfangreiche Beweismittel, darunter unterschiedliche Unterlagen, Eheringe in verschiedenen Größen, Mobiltelefone und Ausweisdokumente, sicher. Außerdem wurden große Mengen an Bargeld beschlagnahmt.

Rund 200 Polizisten der Bundespolizei und der Berliner Landespolizei waren den Angaben zufolge von etwa 6 Uhr an im Einsatz. Die augenscheinlichen Paare sollen dazu nach Dänemark gebracht worden sein. Anschließend kehrten die Menschen demnach zurück nach Deutschland und gingen getrennte Wege. Dem vietnamesischen Ehepartner kostete das Verfahren und damit das Aufenthaltsrecht in Deutschland fünfstellige Geldbeträge. Dem Kern der Bande sollen zehn Mitglieder angehören. Wie lange die Wohnungsdurchsuchungen noch dauern sollten, war in den Morgenstunden noch nicht abzusehen.


Beliebt

VERBINDEN