Putin eröffnet Brücke zum russischen Festland

Nach den Feierlichkeiten soll die Brücke am Folgetag, dem 16. Mai, um 5:30 Uhr (Moskauer Zeit) gleichzeitig an beiden Enden in Betrieb genommen sowie dem Automobilverkehr zur Verfügung gestellt werden und damit die lang ersehnte direkte Verbindung zwischen der Halbinsel und dem russischen Festland gewährleisten. Der Staatschef fuhr mit einem orangefarbenen Transporter gefolgt von mehreren weiteren Lkw über die 19 Kilometer lange Brücke über der Meerenge von Kertsch, wie Fernsehsender live berichteten.

Ab Mittwoch soll die Brücke zwischen der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und Russland genutzt werden können.

Diese Nachricht wurde am 15.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Die Brücke, welche die Krim mit der gegenüberliegenden südrussischen Halbinsel Taman verbindet, ist länger als die Vasco-da-Gama-Brücke in Lissabon und damit nun die längste Brücke Europas. Im Februar 2016 hatte die russische Regierung 228,3 Milliarden Rubel (rund drei Milliarden Euro) für das Großprojekt bereitgestellt. Den Bauauftrag erhielt der mit dem Kremlchef befreundete Unternehmer Arkadi Rotenberg, der vom Westen mit Sanktionen belegt ist. Sie wurde allerdings nie fertiggestellte und 1943 beim Rückzug aus der Sowjetunion gesprengt.

Danach war die Krim von Russland aus nur per Fähre und Flugzeug zu erreichen gewesen. Die Brücke soll auch den Tourismus auf der Krim wieder ankurbeln.

Russland hatte sich die Krim nach einem umstrittenen Referendum im März 2014 einverleibt.


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