Stern berichtet ARD-Journalist Seppelt erhält Russland-Visum

Nachdem er zuletzt in Russland zur "unerwünschten Person" erklärt worden war, erhält der ARD-Dopingexperte nun doch ein Visum für die Fußball-WM im kommenden Sommer.

Am Freitag hatte die ARD mitgeteilt, dass Seppelt auf einer Liste der in Russland "unerwünschten Personen" stehe.

Nach dem die bereits vorhandene Arbeitserlaubnis für die Zeit des WM-Turniers vom 14. Juni bis 15. Juli zuletzt für ungültig erklärt worden war, hatte sich die Bundesregierung in den vergangenen Tagen darum bemüht, dass Seppelt während der WM in Russland arbeiten kann.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte an Moskau, eine Einreise des Journalisten zu ermöglichen. Nach Druck der Bundesregierung lenkt die Regierung in Moskau ein. Seppelt selbst kritisierte, das Vorgehen Russlands habe eine neue Dimension erreicht. Der Weltfußballverband warte nun auf weitere Informationen der russischen Behörden zu dem Fall, sagte ein Sprecher. Die Funktionäre der Fifa wiederum müssten "ihren Einfluss auf die russische Regierung geltend machen, damit Hajo Seppelt und alle anderen Journalisten ungehindert aus Russland berichten können". Es stünde Russland schlecht an, "wenn es so offensichtlich die Presse- und Meinungsfreiheit vor den Augen der Welt "beschnitte". Dem ARD-Journalisten wurde das Visum für die bevorstehende WM verweigert.

"

"Es muss ein Gespräch mit dem russischen Außenminister geben!"

" . "Gefordert ist damit auch der DFB, der bei der Fifa zu diesem Zweck vorstellig werden sollte", schrieb VDS-Präsident Erich Laaser auf der Homepage. "Offenkundig hat die Aufdeckung des Staatsdoping-Systems so grosse Tragweite, dass Russland glaubt, solche Massnahmen ergreifen zu müssen", sagte Seppelt.


Beliebt

VERBINDEN