US-Schriftsteller Tom Wolfe gestorben

Der Bestseller behandelt den Börsenboom der 1980er Jahre und die rein materiell orientierte Kultur der Reagan-Jahre.in der Folge erwarb sich Wolfe seinen Ruf als präziser und bissiger Beobachter der US-amerikanischen Gesellschaft.

Dabei gilt er als Miterfinder des "New Journalism", einer Form der Schriftstellerei, die literarische und nichtfiktionale Elemente mischt. Er starb am Montag im Alter von 88 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus.

Tom hinterlässt jedoch nicht nur sein literarisches Werk: Der Publizist lebte gemeinsam mit seiner Frau Sheila in Manhatten und hatte mit ihr zwei Kinder.

Neben seinen Romanen, die zum Teil auch hochkarätig besetzt in Hollywood verfilmt wurden, schrieb Wolfe weiterhin Reportagen.

Aber der Autor galt auch als eitler Selbstdarsteller, als "Amerikas grösster Satz-für-Satz-Angeber" ("Guardian"), der genüsslich die Schwächen anderer Menschen beschrieb. "Wenn die meisten Schriftsteller ehrlich mit sich selbst wären, würden sie zugeben, dass sie nur das erreichen wollen: Vorher nahm sie niemand wahr, jetzt schon". Die Stadt war die Wahlheimat des im Bundesstaat Virginia geborenen US-Amerikaners. Seine Mutter führte ihn in die Künste ein, liess den kleinen Tom in Ballett- und Stepptanz ausbilden, zeichnete und las viel mit ihm. Sein Studium absolvierte er an der Elite-Universität Yale, bevor er eine Karriere als Journalist begann. "Drei Antworten habe ich bekommen".

Über einige andere Zeitungsjobs landete Wolfe schliesslich in New York und bei der Belletristik. Manchmal auch erst sechs Monate später. Trotzdem sei ihm die Lust an seinem Job nie vergangen, sagte er einmal in einem Interview.


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