Völlig leer: So sieht ein Supermarkt ohne Bienen-Produkte aus

Penny hat in seiner Filiale in Langenhagen sämtliche Produkte aus den Regalen genommen, die es - in der bekannten Form - ohne Bienen und andere bestäubende Insekten nicht mehr gäbe.

Konkret handelte es sich bei der Aktion von Penny um eine Aktion gegen das Insektensterben. 60 Prozent der insgesamt knapp 2.500 Produkte mussten die Mitarbeiter aussortieren. Die Kunden hatte Penny vor der Aktion nicht informiert.

Lies dazu mit Sorge: "Die Konsequenzen eines ungebremsten Insektensterbens wer-den uns hier auf erschreckend deutliche Weise vor Augen geführt". Politik und Gesellschaft müssten unverzüglich gegensteuern - Verbraucher etwa, indem sie saisonale, regionale und vor allem nachhaltige Produkte kauften.

Das gelingt, denn es sind nicht nur zahlreiche Obst- und Gemüsesorten, sondern auch Kaffee, Kakao, etliche Fertiggerichte und Pflegeprodukte und einige weitere Erzeugnisse, die von Bienen abhängig sind. Gummibärchen mit Bienenwachs überzogen Darüber hinaus suchten Kunden auch vergeblich nach sämtlichen Süßigkeiten - vor allem Gummibärchen, die mit Bienenwachs überzogen sind, damit sie nicht aneinander kleben. Zudem: "Gewürze, mariniertes Fleisch, Fruchtquark, Toilettenpapier mit Kamillenblütenduft.", zählte Krämer auf.

Leif Miller, der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschlands, der die Kampagne mitorganisiert hat, sagte der Mitteldeutschen Zeitung, dass die Aktion "gezielt" vor dem ersten Weltbienentag der UNO am Sonntag veranstaltet wurde. Besonders dramatisch sei der Rückgang der Individuenzahlen von bis zu 70 Prozent. Ursachen und Folgen sind bisher nur ansatzweise erforscht. Penny gehört zum Handelskonzern Rewe. Sie machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro.


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