Hier landet Arnold Schwarzenegger in Wien

"Wir können dieses Problem aber nur gemeinsam angehen und müssen weltweit an einem Strang ziehen, um unsere Umwelt zu schützen", betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz im Rahmen seiner Rede.

Sebastian Kurz und seine Regierungsmitglieder müssen in den folgenden drei Minuten viel einstecken - ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem sich Politgrößen und Umweltaktivisten wie Arnold Schwarzenegger oder Jane Goodall mitten im Publikum befinden. "Und die Eier bekommt der Kongress, denn die fehlen ihm", so der gebürtige Steirer scherzhaft.

Politiker, Wirtschaftstreibende und Aktivisten aus aller Welt nehmen an dem Gipfel teil. "Das sind mehr Tote als durch Aids, als durch Tuberkulose", sagte der 70-Jährige, "mehr als durch Kriege getötet werden", unterstrich er die Dringlichkeit eines raschen Handelns. Während vier Aktivisten Transparente in die Höhe halten, kommt eine Sprecherin neben Kurz zum Mikrofon: "Fossile Energien werden immer noch mit Milliarden gefördert, der Bau der dritten Piste am Flughafen trägt zu mehr Umweltschäden bei", kritisiert sie das Programm der Regierung. Wirtschaft und Klimaschutz würden sich nicht gegenseitig ausschließen. Die Frage sei nicht "Wachstum oder Nachhaltigkeit, sondern ein nachhaltiges Wachstum sei gefragt". Der CO2-Ausstoß steige anstatt zu sinken.

Neben Kurz und Schwarzenegger kam auch Bundespräsident Van der Bellen zu Wort.

Nach dem Handshake vor den Fotografen ging es weiter zum Treffen mit UN-Generalsekretät Antonio Guterres. Der Pariser Klimavertrag sei zwar historisch, "ob er reicht, ist aber nicht sicher", stellte Van der Bellen fest. "Wir brauchen einen CO2-Mindestpreis im Emissionshandel", lautete seine Forderung, die später auch Parteikollegin Umweltministerin Elisabeth Köstinger bei einer Pressekonferenz wiederholte. Der Umstieg von fossilen auf CO2-neutrale Energien sei "nicht weniger als eine neue industrielle Revolution".

Medienvertreterinnen und -vertreter sind zu diesem Fototermin herzlich eingeladen. Mit den lukrierten Geldern soll in den Klimaschutz investiert werden.

Auch Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger plädiert anlässlich des Gipfels gemeinsam mit der französischen Staatssekretärin Brune Poirson dafür, europaweit und international zu agieren. Auch sie trat für einen "ambitionierten" Preis ein, und zwar von 25 bis 30 Euro pro Tonne CO2.

Die Initiative R20 Regions of Climate Action wurde 2011 von Arnold Schwarzenegger in Kooperation mit den Vereinten Nationen gegründet.


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