Im Februar Giftgas in Syrien freigesetzt

Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hat den wahrscheinlichen Einsatz von Giftgas bei einem Angriff in der syrischen Stadt Sarakeb in der Provinz Idlib am 4. Februar bestätigt.

Die Organisation verweist auf zwei Zylinder, die zuvor Chlorgas enthalten hätten. Dieses sei wahrscheinlich als chemische Waffe benutzt worden. Die Spurensuche war äußerst schwierig, berichten die Experten.

Wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Giftgas laufen noch weitere Untersuchungen gegen die syrische Regierung.

Die OPCW äusserte sich nicht zu dem Verantwortlichen des Angriffs.

Die OPCW überwacht die Einhaltung der Chemiewaffen-Konvention, die die Produktion, den Besitz und den Einsatz chemischer Waffen verbietet.

Nach Angaben von Helfern und Ärzten waren allein bei einem Angriff am 7. April mehr als 40 Menschen getötet worden.

Amsterdam/Den Haag Bei einem Angriff in Syrien im Februar wurde laut Experten wohl Chlorgas eingesetzt.

Der Generaldirektor der OPCW, Ahmet Üzümcü, erklärte: "Ich verurteile den anhaltenden Einsatz von chemischen Stoffen als Waffe seitens jeglicher Partei, aus jeglichem Grund, unter jeglichen Umständen". Syrien war nach einem Giftgasangriff 2013 unter starkem internationalen Druck der OPCW beigetreten und hatte der Vernichtung seiner Chemiewaffen zugestimmt.


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