Neuer Posten im Verwaltungsrat von Siemens Alstom

Als weiteres von Siemens unabhängiges Mitglied schlägt Siemens außer Gabriel die bereits in mehreren Verwaltungsräten sitzende Christina Stercken vor. Der Technologiekonzern nominierte den langjährigen SPD-Vorsitzenden als Verwaltungsrat für die geplante Zug-Allianz mit dem französischen Konzern Alstom. Dazu sollen als unabhängige Mitglieder Yann Delabriere (Alstom-Verwaltungsrat), Clotilde Delbos (Renault -Finanzchefin), Sylvie Kandé de Beaupuy (Airbus -Managerin) und Baudouin Prot von Boston Consulting kommen. Siemens nominierte Gabriel als eines von insgesamt elf Mitgliedern des Gremiums, das den fusionierten Hersteller der Schnellzüge ICE und TGV überwachen soll.

Neben Gabriel will Siemens einer früheren Mitteilung zufolge das Vorstandsmitglied Roland Busch zum Verwaltungsratsvorsitzenden machen lassen. Auch die ebenfalls zum Siemens-Vorstand gehörenden Janina Kugel und Ralf Thomas sowie die Siemens-Managerin Mariel von Schumann sollen in den Verwaltungsrat einziehen. Von Alstom soll Henri Poupart-Lafarge, der auch als CEO von Siemens Alstom vorgesehen ist, dem Verwaltungsrat angehören. Die Kartellwächter müssen dem Zusammenschluss aber noch zustimmen.

Gabriel hat sich in der Vergangenheit für eine Fusion von Siemens und Alstom stark gemacht. In einer Übernahme von Teilen des französischen Konzerns durch Siemens sehe er große Chancen sowohl für Deutschland als auch für Frankreich, sagte er in seiner Zeit als Wirtschaftsminister 2014. Das Bahngeschäft ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum chinesischen Staatsziel, bis 2025 in allen Schlüsseltechnologien zum Westen aufzuschließen.

Der Hersteller aus dem Reich der Mitte ist alleine etwa doppelt so groß wie das neue kombinierte Unternehmen Siemens/Alstom, das auf gut 15 Milliarden Euro Umsatz und weltweit rund 62 300 Beschäftigte kommt.


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