Oranger Helfer: Notrufsäulen an Autobahnen

Notrufe zu Pannen und Unfällen wurden 2017 über die Notrufsäulen an den deutschen Autobahnen abgesetzt.

Trotz der großen Verbreitung von Mobiltelefonen werden Notrufsäulen an Autobahnen noch häufig genutzt: Rund 60.000-mal riefen Autofahrer im vergangenen Jahr über eine der orangenen Säulen um Hilfe. Dazu kamen noch einmal 12 256 Meldungen über Falschfahrer, Gegenstände oder Personen auf der Fahrbahn sowie Böschungsbrände. Zusammengerechnet stehen sogar gut 14 Prozent Rückgang unter dem Strich.

Plech/Hamburg - Deutschlands am häufigsten genutzte Autobahn-Notrufsäule steht in Oberfranken. In diesem Bereich gibt es auf sieben Kilometern Länge noch bis Mitte 2018 eine Großbaustelle, bei der die Fahrbahn erneuert wird. Auf Platz 2 folgt eine Säule bei Zwickau an der BAB 72 mit 215 eingegangenen Notrufen. 24857 auf der BAB 27 zwischen Walsrode-West und Verden-Ost, von der 154 Notrufe abgesetzt wurden. Mit sieben Anrufen pro Kilometer Länge liegt die BAB 831 bei Stuttgart auf dem zweiten Rang, gefolgt von der BAB 5 von Niederaula bis Weil am Rhein (6,7 Notrufe) pro Kilometer.

In der Notrufzentrale der Autoversicherer in Hamburg werden die Notrufe in zahlreichen Fremdsprachen durch Muttersprachler abgewickelt, u.a.in Englisch, Russisch, Polnisch, Französisch und Türkisch. Die höchste Notrufdichte (acht Hilfeersuchen pro Kilometer) gab es auf der BAB 255, dem Autobahnzubringer zwischen Hamburg (Abzweigung Veddel) und der BAB1. Auf den weißen Leitpfosten am Straßenrand weist ein schwarzer Pfeil den Weg zur nächstgelegenen. Betrieben werden sie von der Dienstleistungsgesellschaft des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).


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