Prozesse: Acht Jahre Haft für Soldaten wegen Kindesmissbrauchs

Weitere Prozesse folgen. Die Mutter und der Stiefvater, beide Deutsche, müssen sich Justizangaben zufolge vom 11. Juni an in Freiburg vor Gericht verantworten.

Im Aufsehen erregenden Fall des jahrelang missbrauchten Jungen im Raum Freiburg ist ein Bundeswehrsoldat zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Vergangen habe er sich neben dem heute neun Jahre alten Jungen aber nicht an weiteren Opfern. Auch sie habe ihr Kind missbraucht und den Jungen zur Verfügung gestellt. Er hat nun eine Woche Zeit, um gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. Die Mutter des Kindes sei ihm "hörig" gewesen, so habe er ungehindert handeln können.

Das Gericht hat den angeklagten 50-jährigen Berufssoldaten schuldig gesprochen und ihn zu acht Jahren Haft verurteilt - und zwar wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Tateinheit mit Vergewaltigung, Herstellung und Besitz von Kinderpornos und Zwangsprostitution.

Der Mann hatte gestanden, einen aus Staufen bei Freiburg stammenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld an seine Mutter und deren Lebensgefährten gezahlt zu haben. Seine Mutter (48) und sein Stiefvater (39) hätten ihn hierfür gegen Geld im Internet angeboten. Einen Termin für ein Urteil gibt es Gerichtsangaben zufolge noch nicht. Die Mutter des Jungen, die ebenfalls aussagen sollte, machte von ihrem Recht Gebrauch, zu schweigen, wie der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin sagte. Außerdem wird ihm schwerer sexueller Missbrauch des Kindes vorgeworfen. Es gibt insgesamt acht Tatverdächtige, jeder von ihnen ist einzeln angeklagt. Der Mann ist einer von acht Beschuldigten in dem Fall, bei dem der Junge über Jahre von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt wurde.

Ein 37 Jahre alter Schweizer steht vom 6. Juni an wegen mehrfacher schwerer Vergewaltigung eines heute neun Jahre alten Jungen aus Staufen vor dem Landgericht Freiburg. Für die Verhandlung sind vier Tage angesetzt, an denen sechs Zeugen und ein Sachverständiger gehört werden sollen.


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