Relegation Kiel darf im eigenen Stadion spielen

Wenn Kiel es schafft, darf Holstein aber im eigenen Stadion gegen Bayern München und Co. ran.

Das Holstein-Stadion ist mit dem aktuellen Fassungsvermögen von rund 12.000 Zuschauern gemäß der DFL-Statuten, die von den 36 Bundesligisten selbst verabschiedet worden sind, zu klein für die Liga eins - und eigentlich auch für die 2. Liga.

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) lobte die Möglichkeit, im Holstein-Stadion Bundesligapartien austragen zu dürfen. "Das ist eine großartige Entscheidung", sagte er.

Der DFL zufolge hat Holstein Kiel umfangreiche Zusagen gemacht. Zuvor hatte die DFL eine Ausnahmegenehmigung noch abgelehnt.

"Kiel hat auch bei uns angefragt", sagte 96-Chef Martin Kind der Neuen Presse: "Ich denke, das ist eine Formalie, damit sie die Lizenz bekommen". Die Pläne sehen ein Erreichen der erforderlichen Kapazität von 15.000 Zuschauerplätzen im Holstein-Stadion durch eine Zusatztribüne im Bereich der Gegengerade bereits Ende Oktober 2018 vor. Dann könne das Stadion 18 400 Menschen fassen und 9060 Sitzplätze beinhalten. Gefordert sind Plätze für 15.000 Zuschauer, 8000 davon müssen Sitzplätze sein. Derzeit hat das Kieler Stadion eine Kapazität für etwa 11.000 Besucher.

Wenn die Norddeutschen die angekündigten Maßnahmen nicht umsetzen, kann die DFL die Ausnahmegenehmigung wieder entziehen. Unter anderem soll der Club Baupläne, Baugenehmigungen und ein Finanzierungskonzept nachweisen. Unter diesem Aspekt muss Holstein Kiel weiterhin ein Ausweichstadion für seine Bundesliga-Heimspiele benennen.

Für Holstein Kiel geht es in der Relegation am Donnerstag, 17. Mai, und Montag, 21. Mai, gegen den VfL Wolfsburg um den Einzug in die Bundesliga. Das Rückspiel findet am Pfingstmontag (20.30 Uhr) in Kiel statt.


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