Zweite Öffentlichkeits- fahndung zu G20 gestartet

Die Soko "Schwarzer Block" werde erneut Fotos von mutmaßlichen Tätern ins Internet stellen, teilte die Polizei mit. Ihnen werden gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch oder Plünderung vorgeworfen.

Während des Treffens der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten im Juli 2017 in Hamburg war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Polizeipressesprecher Timo Zill erläuterte die Funktion der Öffentlichkeitsfahndung der Soko "Schwarzer Block". 35 der 107 gesuchten Verdächtigen und damit knapp ein Drittel seien identifiziert worden. Tausende Gipfelgegner griffen Polizisten an, setzten Autos in Brand und plünderten Geschäfte. Bei normalen Fahndungen dieser Art liege die Erfolgsquote bei fünf bis zehn Prozent, erklärte Zill.

Polizei startet neue Öffentlichkeitsfahndung nach Gewalttätern

Eine Öffentlichkeitsfahndung wird eingeleitet, wenn die Polizei bei erheblichen Straftaten erfolglos ermittelt hat und hofft, so Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten, die zur Festnahme der Verdächtigen führen.

Insgesamt werden bisher 3200 Ermittlungsverfahren geführt und über die Gesichtserkennung 733 Beschuldigte identifiziert - 140 hatten keinen deutschen Pass, und kamen aus dem europäischen Ausland. Die dort laufende polizei-interne Fahndung habe bereits erste Hinweise erbracht. 5900 relevante Dateien habe die Polizei über ihr Hinweisportal bekommen, 450.000 Stunden Videoaufnahmen von der Hamburger Hochbahn. Elsner dazu: "Weitere Öffentlichkeitsfahndungen sind auf dem Antragsweg".


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