Dritter Ebola-Fall im Kongo: Virus erreicht Großstadt

Das lebensgefährliche Ebola-Virus hat in der Demokratischen Republik Kongo eine Millionenstadt erreicht. Aus der 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt Mbandaka im Nordwesten des Landes sei eine Ebola-Erkrankung gemeldet worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Genf mit. Das Virus wurde demnach in Wangata, einem der drei Gesundheitsbezirke der Stadt in der Provinz Equateur, registriert. Noch in dieser Woche will die WHO eine Impfkampagne gegen den Ausbruch im Kongo beginnen. 23 Menschen sind bereits gestorben. Inzwischen seien 5400 Dosen eines experimentellen Impfstoffs im Land eingetroffen. Zusätzlich werden zwei Ebola-Behandlungszentren in Mbandaka und Bikoro mit jeweils 20 Betten aufgebaut und mehrere Tonnen medizinischer Hilfsgüter inklusive Hygienematerial und Schutzanzügen etc. nach Mbandaka geliefert. "Der aktuelle Ebola-Ausbruch ist der neunte im Kongo in den vergangenen vierzig Jahren. Bisher waren aber alle in sehr isolierten Regionen, wie vergangenes Jahr in Likati, wodurch sich die Krankheit nie weit verbreitet hat".

Ebola ist eine oft tödlich verlaufende Virus-Krankheit. Bei einer verheerenden Ebola-Epidemie 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11.000 Menschen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.


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