Vulkanausbruch auf Hawaii: Weitere Risse in Erdoberfläche

Seit rund zwei Wochen hält er Hawaii mit seinen Lavaströmen und austretenden Gasen in Atem: Über 2000 Anwohner wurden evakuiert, Dutzende Gebäude brannten ab, nicht rechtzeitig entfernte Autos schmolzen regelrecht dahin.

Seit dem ersten Ausbruch am 3. Mai haben sich in einem Umkreis von 16 Kilometer zwanzig Erdspalten aufgetan, aus denen Lava und giftige Gase austreten. Die örtlichen Behörden warnten, dass mit neuen Rissen im Boden Massenevakuierungen notwendig werden könnten.

Die Höhe der Wolke wurde von den Geologen auf bis zu 10.000 Meter geschätzt. Solche Aschewolken reduzieren die Sicht und können Triebwerke schwer beschädigen – wir erinnern uns: Der Ausbruch des isländischen Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull hatte 2010 mit seinen emporsteigenden Aschewolken nahezu den gesamten europäischen Flugverkehr lahmgelegt. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

In sozialen Netzwerken besonders oft verbreitet wurde ein Video, das einen Lavastrom im Zeitraffer zeigt. An vielen Stellen sind Straßen aufgerissen. Auf den Hawaii-Inseln leben etwa 1,5 Millionen Menschen.

Ein über 300 Meter langer Riss im Boden nach dem Ausbruch des Vulkans Kilauea auf Hawaii.

Die vulkanische Aktivität begrenzte sich in jüngster Zeit insbesondere auf Asien sowie vereinzelt auf Mittel- und Südamerika. Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fließen, sondern auch durch unterirdische Risse andernorts an die Oberfläche dringen.


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