An Unfälle erinnert ADFC beteiligt sich mit Gedenkfahrt am "Ride of Silence"

Der "Ride of Silence" startete am S-Bahnhof Sternschanze und führte auch zu dem Ort am Eppendorfer Weg, an dem eine 33-jährige Mutter von zwei Kindern am Montag vor einer Woche von einem abbiegenden Lkw überrollt wurde.

Organisiert wurde die Tour vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) sowie der Gruppe "Hamburger Alltagsradler*innen". Laut ADFC sind vor allem Abbiegeunfälle ein großes Problem. Ampeln sollten anders geschaltet und Kreuzungen umgebaut werden. "Während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt abnimmt, trifft dies nicht auf die Zahl der getöteten Radfahrenden zu", heißt es in einer Mitteilung des ADFC. Der Verband fordert daher, Fahrradfahrern im Straßenverkehr mehr Platz einzuräumen und Rechtsabbiegerkreuzungen umzugestalten, etwa mit vorgezogenen Haltelinien für Radfahrer.

Vergangenes Jahr kam laut ADFC jeder zehnte der 383 bei Unfällen gestorbenen Radfahrer durch rechtsabbiegende Lastwagen ums Leben. Am Mittwochabend setzten 600 Radfahrer in diesem Rahmen ein beeindruckendes Zeichen in Hamburg. "Die hohe Zahl von schwer verletzten Radfahrern sollte für die Politiker Grund genug sein, viel mehr Geld in sichere Radwege zu investieren". Weitere Aktionen sind zeitgleich unter anderem in Essen, Dortmund, Bonn und Aachen geplant. Seitdem finden in immer mehr Orten weltweit am dritten Mittwoch im Mai gemeinsame Ausfahrten in Gedenken an die tödlich verunglückten Radfahrer statt, so der ADFC.


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