Lüttich: Drei Menschen bei Geiselnahme in Belgien getötet

In der belgischen Stadt Lüttich hat ein Mann zwei Polizisten und die Beifahrerin eines Autos erschossen. Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die lokale Polizei. Ein Mann hatte in der rue des Augustins auf zwei Polizisten geschossen.

Am Dienstagmorgen sind gegen 10:30 Uhr in der Lütticher Innenstadt Schüsse gefallen. Der Mann flüchtete in das Gebäude einer Schule und nahm dort eine Reinigungskraft als Geisel.

Belgischen Medien zufolge soll der Täter bei einer Routinekontrolle einem Polizisten die Waffe entwendet haben. Zu seinem Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Es gebe Elemente, die auf eine terroristische Tat schließen ließen, hieß es. Ein Mann habe zunächst zwei Polizistinnen von hinten mit einem Messer angriffen, diesen eine Schusswaffe entrissen und sie dann beide erschossen.

Der belgische Innenminister Jan Jambon erklärte, das nationale Krisenzentrum prüfe die Situation.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums seien in Sicherheitgebracht worden und der Einsatzort weiträumig abgesperrt.

Nach den tödlichen Schüssen auf belgische Polizisten in Lüttich (Liège) sind die Umstände nach Angaben von Ministerpräsident Charles Michel vorerst unklar. Es handele sich um einen ernsten Zwischenfall, sagte der Regierungschef dem Sender RTL Info. "Mut an ihre Angehörigen", schrieb der königliche Palast. Belgien war in der Vergangenheit das Ziel mehrerer terroristischer Attacken.

Die Terrorwarnstufe wurde erst vor einiger Zeit wieder auf Stufe zwei herabgesetzt, ein Anschlag gilt demnach als "wenig wahrscheinlich". Bei der schwersten davon töteten islamistische Extremisten in Brüssel am 22. März 2016 in der Metro sowie am Flughafen 32 Menschen. Die höchste Terrorstufe liegt bei vier.


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