Trump-Team reist zur Gipfelvorbereitung nach Singapur

Der südkoreanische Präsident Moon enthüllte nach seinem Überraschungsgespräch, das er am Samstag mit dem Führer des Nordens in der Nähe der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden koreanischen Staaten führte, dass Kim sich bereit erklärte, mit Washington "direkt zu kommunizieren".

"Ich habe dem Vorsitzenden Kim gesagt, wenn er sich zu einer vollständigen Abschaffung der Atomwaffen entschließt und sie auch in die Praxis umsetzt, wäre Präsident Trump gewillt, die feindseligen Beziehungen zu beenden und eine Wirtschaftskooperation anzubieten".

Vor dem "erwarteten" Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un will sich US-Präsident Donald Trump mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe treffen. Das teilte das Präsidialamt in Seoul mit.

Moon bestand darauf, dass der US-Präsident sich nicht auf ein Treffen mit Kim eingelassen hätte, wenn Nordkorea keinen Willen zur Abrüstung gezeigt hätte.

Wenige Stunden zuvor hatte Trump via Twitter bekanntgegeben, dass er einen Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber am 12. Juni in Singapur doch noch für möglich hält. Stattdessen hatte er eine Fortsetzung seiner Politik des "maximalen Drucks" und der Sanktionen gegen Nordkorea angekündigt. Der südkoreanische Führer sagte, er hoffe, dass das vorgeschlagene trilaterale Treffen nach einem erfolgreichen Gipfel in Singapur stattfindet. Nötigenfalls könne das Treffen um einen Tag verlängert werden.

China, der wichtigste Verbündete Nordkoreas, warb nach Trumps Absage ebenfalls für eine Fortsetzung des Dialogs. Auch Lee zeigte sich "sehr traurig", dass Trump den Gipfel mit Kim abgesagt habe.

"Ich möchte nur erwähnen, dass wir gute Fortschritte machen, was den Gipfel mit Nordkorea betrifft".

Am Samstag hatten sich Kim und Moon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen im Grenzort Panmunjom getroffen. Außerdem soll das seit dem Ende des Koreakrieges vor 65 Jahren gültige Waffenstillstandsabkommen noch in diesem Jahr durch einen Friedensvertrag ersetzt werden. Beide unterzeichneten eine weitgehende gemeinsame Erklärung, die eine "neue Ära des Friedens" einläuten soll.

Kim sei sich unsicher, ob er nach einer Denuklearisierung tatsächlich auf die Zusagen eines Endes der Feindseligkeiten und einer Sicherheitsgarantie vertrauen könne, beschrieb Moon seinen Eindruck nach dem Gespräch mit dem Nordkoreaner. Doch wurde das Treffen auch als Wegbereiter für ein geplantes Treffen mit Trump gesehen. Die USA sollten wissen, dass sich die Führung in Pjöngjang sich im Atomstreit jederzeit aus mit den USA zusammensetzen könne, erklärte der Erste Vizeaußenminister des Landes, Kim Kye Gwan.

Moon Jae-in ist schon einen Schritt weiter.


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