Gewalt an Gaza-Grenze:Israel reagiert auf Mörserangriffe

Nach Armeeangaben vom Dienstagabend wurden im Tagesverlauf rund 70 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Seitens der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas, die sich gemeinsam mit dem Islamischen Dschihad zu den Angriffen auf Israel bekannt hatte, war zunächst keine Rede von einer Waffenruhe. Man werde sich an die Kampfpause halten, solange Israel dies auch tue, hieß es. Die EU verurteilte die Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel.

Ein Sprecher der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad erklärte eine Waffenruhe. Ein Versuch palästinensischer Aktivisten, die israelische Seeblockade zu durchbrechen, scheiterte indes. Später am Dienstag teilte der Islamische Dschihad mit, es sei eine von Ägypten vermittelte Feuerpause ausgehandelt worden. Israel dementierte laut Medienberichten, dass eine Waffenruhe vereinbart worden sei.

Die Luftwaffe griff am späten Abend weiter Ziele im Gazastreifen an. Die zu hörenden Explosionen stünden mit diesen Einsätzen im Zusammenhang. Zunächst meldete keine der Seiten Verletzte. Allerdings sei eine Mörsergranate im Hof eines Kindergartens im Süden Israels eingeschlagen. Die israelische Armee teilte mit, rund 25 der Geschosse aus dem Gazastreifen seien von dem Abwehrsystem Iron Dome abgefangen worden.

In dem von Israel abgeschotteten Küstengebiet wurde nach Darstellung des Bildungsministeriums in Gaza auch eine Schule stark beschädigt, während die Schüler dort ihre Abschlussprüfungen schrieben. Bereits zuvor hat Israel 40 Ziele aus der Luft angegriffen. Nach Medienberichten berief er eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsstabs ein.

Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt. Israel begründet die Blockade mit Sicherheitsinteressen.


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