Netzagentur: Beschwerden über Gelbe Post häufen sich

Das Unternehmen selbst sprach am Sonntag von "Spekulationen". Zunächst müsse die Bundesnetzagentur ein neues Verfahren zur Bestimmung der Briefpreise festlegen. Erst danach könne die Post entscheiden, ob, in welchen Bereichen und in welcher Höhe sie die Preise verändere.

Die Post hatte zuletzt das Porto für Bücher- und Warensendungen kräftig angehoben. Die Post begründete den Schritt mit allgemeinen Kostensteigerungen und höheren Transportkosten.

Wie am Sonntag ebenfalls bekannt wurde, gehen bei der Bundesnetzagentur immer mehr Beschwerden von Verbrauchern über die Dienstleistungsqualität der Deutschen Post ein. Mehr als die Hälfte der Probleme bezögen sich auf das Brief-Geschäft, etwa ein Drittel auf Pakete. Laut der Behörde ist die absolute Zahl insgesamt aber weiter auf einem niedrigen Niveau. Experimentiert wird zudem mit Mikrodepots und der Zustellung mit Lastenrädern, um die Innenstädte zu entlasten. Beschwerden nimmt die Bundesnetzagentur entgegen.

Die Deutsche Post AG ist noch zu rund einem Fünftel im Besitz des Staates.

Auch in der Telekommunikation nimmt die Netzagentur Beschwerden entgegen. Grünen-Wirtschaftsexperte Dieter Janecek sagte dieser Zeitung: "Wenn die Folgen der Deregulierung des Postmarkts sinkende Qualität und steigende Preise beim Quasi-Monopolisten sind, gibt es vor allem einen Verlierer - und das ist der Kunde". Mit 26.000 Beschwerden lag die Zahl bis Ende April etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2017 kamen rund 57.500 Beanstandungen zusammen.

Belästigt fühlten sich viele Menschen auch von Ping-Anrufen, mit denen der Rückruf an eine teure Hotline provoziert werden soll.


Beliebt

VERBINDEN