Rassistischer Tweet: US-Sender setzt Serie "Roseanne" ab

"Wir haben beschlossen, die Show zu abzusetzen", gab der Sender ABC bekannt. Und auch Grey's Anatomy-Erfinderin Shonda Rhimes (48) fand, dass Roseanne Barr "bekam was sie verdiente".

In Barrs Tweet war zu lesen, Valerie Jarrett, eine ehemalige Beraterin des Ex-US-Präsidenten Barack Obama, sei das Kind der Muslimbruderschaft und des Films "Planet der Affen".

Zahlreiche Schauspieler der Serie distanzierten sich aufgrund der jüngsten Geschehnisse per Twitter von Barr.

Wie vor 20 Jahren: Das Ehepaar Conner (gespielt von Roseanne Barr und John Goodman) sitzt auf dem Sofa und hat Familienprobleme zu lösen.

In den 1990ern ist "Roseanne" ein TV-Serienhit.

Barr wurde für ihre rassistischen Äußerungen heftig kritisiert, woraufhin sie zunächst argumentierte, ihr Tweet könne nicht rassistisch sein, da der Islam keine Rasse sei. Einige zeigten sich aber auch enttäuscht über das unschöne Ende ihrer Lieblingsserie. Die Situation sei für sie und ihre Kollegen "unglaublich traurig und schwierig".

Nach Barrs Äusserung verabschiedete sich auch eine der beratenden Produzentinnen der Show von der Sitcom. Die Chefin der Unterhaltungssparte von ABC, Channing Dungey, begründete die Entscheidung damit, dass die "abscheuliche" und "widerwärtige" Bemerkung von Roseanne Barr nicht mit den Werten des Senders im Einklang stehe. Unter konservativen Fernsehfreunden waren die neuen Folgen deshalb beliebt, weil Barrs Figur eine Unterstützerin von US-Präsident Donald Trump verkörpert. Reaktionen zum Rassismus-TweetKollegen wie Patricia Arquette, Zoe Saldana und Don Cheadle reagierten empört. Es mache sie krank, dass Schwarze und Muslime im Jahr 2018 mit einem solchen "Leiden" zu kämpfen hätten.

Roseanne Barr 2011 in New York. Den Tweet Gays konnte Julianne Moore (57, "Still Alice") deshalb auch nur mit einem "Ja, das hast du" bedenken. Dieser Wunsch wurde ihr ganz offensichtlich erfüllt. Auf Twitter erklärte die Schauspielerin unter anderem: "Ich liebe Roseanne ziemlich. Der Kommentar, den Roseanne getwittert hat, war rassistisch, kindisch" und ihres "besten Ichs" nicht würdig. "Ich bin zu weit gegangen und will es auch nicht verteidigen".


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