Umwelt: Britische Milchmänner kommen in Elektro-Lieferwagen der Deutschen Post

Der Streetscooter steht damit in der Tradition der englischen Milchmänner, die für ihre Lieferungen seit 1930 elektrische Fahrzeuge eingesetzt haben. Wie die Deutsche Post am Montag mitteilte, kaufte die britische Firma Milk & More 200 der von der Post hergestellten Streetscooter.

Die Auslieferung findet am frühen Morgen oder nachts statt, wobei die leise Fortbewegung von Elektroautos nützlich ist. "Mit dem StreetScooter haben wir das perfekte Fahrzeug für unsere Bedürfnisse gefunden". Das Gesundheits- und Umweltbewusstsein in der Gesellschaft hat sich stark verändert. Der Milchmann erlebe in den vergangenen Monaten ein unerwartetes Comeback, weil immer mehr Kunden bereit seien, einen Aufpreis für regionale und ökologisch verpackte Lebensmittel zu zahlen.

Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, hat die Unternehmensgruppe Theo Müller, die seit 1987 in Grossbritannien aktiv ist, vor zwei Jahren beschlossen, das größste verbleibende Milchmann-Geschäft "Milk & More" in Großbritannien mit über 2.000 Mitarbeitern zu übernehmen und zu modernisieren.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um das Modell Work L Box mit einem Kofferaufbau - vergleichbar mit dem, das hierzulande für die Postzustellung eingesetzt wird. Das Ladevolumen von acht Kubikmetern dürfte ausreichend sein, um viel Milch und andere Frischeprodukte auszuliefern. Auf einen weiteren Umbau mit Blick auf den Linksverkehr in Großbritannien verzichtet Milk & More. Die Fahrzeuge sind Linkslenker, was trotz des Linksverkehrs in Großbritannien Vorteile hat: Der Fahrer kann auf der Gehwegseite aussteigen sowie das Fahrzeug auf dieser Seite sicherer entladen.

Darüber hinaus stellt die StreetScooter GmbH Milk & More ihr Know-how im Bereich des Lademanagements zur Verfügung. Die zur deutschen Müller-Gruppe gehörende Milk & More beliefere jede Woche über 1,5 Millionen Mal mehr als 500.000 Haushalte in Großbritannien.

Neben einem Sortiment von ca.

Die Post ist mit dem Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen und profitiert dabei auch von der Diesel-Krise. Pro Jahr werden rund 100 Millionen Milchflaschen ausgeliefert und die leeren Exemplare wieder mitgenommen. Die Flaschen werden durch den Milchmann wieder eingesammelt, gereinigt und im Schnitt 25 Mal wieder verwendet. Die Zulassung für den Straßenverkehr in Großbritannien ist bereits erfolgt.


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