Bundesregierung: 7900 Mitarbeiter haben nur Zeitverträge

"Eine Bundesregierung, die die sachgrundlose Befristung vernünftigerweise in großem Maße nutzt, sollte aufhören, der Privatwirtschaft Regeln aufzuerlegen ..."

Die Bundesregierung beschäftigt derzeit rund 7.900 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen, ohne einen konkreten Sachgrund anzugeben. Damit nutzt die Regierung das Instrument der sachgrundlosen Befristung bei mehr als der Hälfte aller ihrer Befristungsfälle.

Im Bundesinnenministerium hatten laut Anfrage Ende Januar 4541 von insgesamt 5.595 befristet beschäftigten Mitarbeitern eine sachgrundlose Befristung.

Die Befristung eines Arbeitsvertrages ohne "sachlichen Grund" ist aktuell für eine Dauer von zwei Jahren zulässig. Eine Befristung ist zulässig, wenn es sachliche Gründe gibt. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten haben sachgrundlos befristete Verträge. Bei der Bundesregierung ist der Anteil dem Bericht zufolge bis heute jedoch deutlich höher.


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