"Zuhause im Glück": Familie soll 35.000 Euro nachzahlen

Die Renovierungsshow "Zuhause im Glück" ist schon seit 13 Jahren Teil des RTL2-Programms.

So wie Familie Ast aus Zweibrücken in Rheinland-Pfalz, die im Jahr 2015 bei "Zuhause im Glück" mitmachte. Vor wenigen Wochen bekam die Familie Post von Finanzamt und sollte 35.000 Euro nachzahlen. Gemeinsam wird dann das Haus oder die Wohnung renoviert, damit die Menschen einen Neuanfang wagen können. "Wir weisen alle neuen Familien, die vor der Entscheidung stehen, an der Produktion der Sendung teilzunehmen, zusätzlich zur bisher vertraglich festgelegten Klausel, dass die Sachleistungen einkommenssteuerpflichtig sein können, explizit auf die neue Situation hin, dass die Renovierungsleistung nach Ansicht der Finanzämter steuerpflichtiges Einkommen darstellt", so eine Sprecherin gegenüber der "Bild". Nun müssen sie dafür blechen. Rechtliche Grundlage ist der geldwerte Vorteil, den die Familien durch ihre Teilnahme an der Sendung erhalten haben.

Laut "Bild" ist das kein Einzelfall. Laut der Zeitung sind mindestens sechs Familien von hohen Forderungen betroffen. In einer ersten Stellungnahme hieß es von der Produktionsfirma UFA Show & Factual, dass man hoffe, dass die Finanzämter ihr Handeln überdenken und ihren Ermessensspielraum nutzen, "um den Hilfsgedanken, der 'Zuhause im Glück' innewohnt, zu unterstützen".

Die UFA weitet nun seine Hilfe für die Betroffenen noch mehr aus, indem sie ihnen einen Steuerberater zur Seite stellt.

Künftig werde man die Teilnehmer auch besser aufklären und sie persönlich darauf hinweisen, dass es zu Steuernachzahlungen kommen kann, so die "Bild". Anscheinend war das nicht genug.


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