China soll US-Militärdaten zur Kriegsführung gestohlen haben

Dazu gehörten etwa die geheimen Pläne einer Überschall-Antischiffsrakete, mit der US-U-Boote ausgerüstet werden sollen. Wie die "Washington Post" berichtet, seien einem Lieferanten der US-Marine bereits im Januar und Februar riesige Mengen an entsprechenden Daten entwendet worden.

Chinesische Hacker haben im Auftrag ihrer Regierung einem Bericht zufolge geheime US-Pläne zur Entwicklung einer Rakete für U-Boote gestohlen. Diese sollte demnach ab 2020 eingesetzt werden. Dies berichtet die Zeitung "The Washington Post" unter Berufung auf Vertreter der amerikanischen Behörden. Der Name der attackierten Vertragsfirma ist nicht bekannt. Es hieß nur, dass sie für das Zentrum für Unterwasser-Seekriegsführung gearbeitet habe, das seine Zentrale im US-Bundesstaat Rhode Island hat. Der Lieferant der US-Marine soll die vertraulichen Daten ungeschützt gespeichert haben. Die US-Marine untersucht den Fall zusammen mit der US-Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI). Chinas Regierung erklärte, nichts von einem solchem Hackerangriff zu wissen. Darüber hinaus seien Informationen über den Funkraum des U-Boots gestohlen worden, die unter anderem die Geheimcode-Systeme beträfen. "Das FBI lehnte eine Stellungnahme zu dem Fall ab, auch die chinesische Botschaft beantwortete Anfragen nicht". "Die chinesische Regierung (.) bekämpft nachdrücklich alle Formen von Cyberangriffen in Übereinstimmung mit dem Gesetz", erklärte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des Pentagons geht es bei dem Programm darum, bereits bestehende militärische Technologien für neue Anwendungsfelder anzupassen. Die Marine hatte argumentiert, dass die Veröffentlichung der nationalen Sicherheit schaden könnte.


Beliebt

VERBINDEN