Daimler bringt mit US-Marke Elektro-Laster auf den Markt - Wirtschaft

Zum Vergleich: Tesla will etwas früher auf den Markt kommen und verkündet 800 Kilometer Reichweite, was von vielen traditionellen Autobauern als "jenseits der Physik" kritisiert wird. Der kontert nun mit der Vorstellung von zwei Elektro-Trucks und kündigt zudem eine globale E-Mobility-Group sowie ein Forschungszentrum für autonomes Fahren in den USA an. Der Freightliner E-Cascadia ist ein schwerer Elektro-Lkw für den Fernverkehr ( 15 t zulässiges Gesamtgewicht), der Freightliner eM2 106 deckt als vollelektrische Variante das mittelschwere Segment (9 bis 12 t zGG) ab. Der Beginn der Serienfertigung ist, genau wie beim Mercedes-Benz-Modell eActros, für 2021 geplant. Zm Verleich: Musk hatte den Produktionsstart seines Semi Truck für 2019 angekündigt.

Der eCascadia mit der für US-Trucks typischen langgestreckten Motorhaube leistet 730 PS. Die Batterien liefern mit 550 kWh genug Energie für eine Reichweite bis zu 400 Kilometer (250 Meilen) und lassen sich innerhalb von 90 Minuten auf rund 80 Prozent aufladen - um weitere 320 Kilometer (200 Meilen) zurückzulegen.

Folge NGIN Mobility auf Facebook! Die Batterien der neuen e-Version stellen 325 KWh für bis zu 480 PS bereit. Die Reichweite des eM2 beträgt rund 370 km (230 Meilen).

Wie schon beim vollelektrischen Leicht-Lkw Fuso eCanter und dem mittelschweren Mercedes-Benz eActros in Europa verfolgt Daimler Trucks das Ziel, gemeinsam mit Kunden weitere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich Elektro-Lkw im Transportalltag möglichst effizient einsetzen lassen. Die E-Mobility Group (EMG) ist der neue Bereich, in dem der Hersteller sein Wissen für elektrische Antriebe in Nutzfahrzeugen von nun an bündeln will. Mit der neuen Einheit geht Daimler analog zu seiner Plattformstrategie für konventionelle Aggregate und Antriebskomponenten vor und installiert eine weltweit einheitliche Architektur mit Standorten in Stuttgart, Portland (USA) und Kawasaki (Japan). Die Mitarbeiter hier entwickeln Systeme für automatisiertes Fahren bei Daimler Trucks & Buses weiter. "Automatisiertes Fahren bietet insbesondere im Logistikgeschäft enorme Vorteile für mehr Sicherheit und Effizienz, aber auch mit Blick auf den weltweiten Fahrermangel", sagt Martin Daum, Vorstandsmitglied für die Geschäftsfelder Daimler Trucks & Buses.

Daimler Trucks investiert in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt mehr als 2,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. 500 Millionen davon fließen demnach in die Felder Elektromobilität, Konnektivität und automatisierte Nutzfahrzeugtechnologien, wozu auch die Investition ins neue Zentrum in Portland gehöre.


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