Diesel-VWs und -Audis vor der Stilllegung

Jetzt läuft für Tausende die Frist für den Rückruf aus.

Knapp 15.000 Besitzern von VW- und Audi-Dieseln mit Abgasmanipulation droht in den nächsten Wochen die Stilllegung ihrer Fahrzeuge - wenn sie die illegale Motor-Software nicht in der Werkstatt durch die neue legale Version ersetzen lassen.

Diese Nachricht wurde am 10.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Eigentlich sollten binnen dieser Frist alle Motoren mit verbotener Software überholt werden. "Der Rückruf ist verbindlich", erklärte das Bundesverkehrsministerium.

In den kommenden Wochen endet die 18-monatige Frist zur Umrüstung.

Betroffen sind VW- und Audi-Modelle der Baujahre 2009 bis 2014 mit dem "EA 189"-Dieselmotor mit illegaler Abschaltvorrichtung für die Abgasreinigung".

"Der Rückruf ist verbindlich", bekräftigt das Ministerium und warnt die Halter: "Fahrzeuge, die nicht umgerüstet werden, können in letzter Konsequenz außer Betrieb gesetzt werden". In einer vom Ministerium veröffentlichten Statistik zeigt sich, dass Anfang Juni bereit 95 Prozent dieser Fahrzeugtypen entsprechend der Vorgaben umgerüstet war. Das entspricht einer Zahl von 14.760 der insgesamt 2,46 Millionen Autos.

Die Fahrzeughalter hätten mit rund anderthalb Jahren ausreichend Zeit gehabt, an dem verbindlichen Rückruf teilzunehmen, hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Sofern dann immer noch keine Reaktion erfolgt ist, können die Autos aus dem Verkehr gezogen werden. Erste Stilllegungen wurden bereits in Hamburg und München vorgenommen.


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