Gute Wirtschaftslage: Arbeitsminister rechnet mit kräftiger Erhöhung des Mindestlohns

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vermutet, dass der Mindestlohn bald deutlich höher liegen wird: "Die Mindestlohnkommission wird noch im Juni eine Erhöhung vorschlagen", sagte Heil der "Bild am Sonntag".

Dann soll Herr Heil auch bitte klar sagen, was er mit einer "kräftigen Erhöhung" meint.

Minister Heil kündigte zudem schärfere Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohns an.

"Wir haben Hinweise darauf, dass Arbeitgeber ihn immer noch unterlaufen". Die Unterschiede zwischen etwa Eichstätt mit einer Arbeitslosenquote von 1,4 Prozent und Gelsenkirchen mit einer Quote von 13 Prozent seien aber noch sehr groß. "Wir werden deshalb die Kontrollen ausweiten", so der 45-jährige Sozialdemokrat zur BamS.

Die Mindestvergütung solle sich laut Gesetz an den jeweils letzten Tariferhöhungen orientieren, aber auch an der allgemeinen Wirtschaftslage, erläuterte Hoffmann. "Also muss es auch einen ordentlichen Zuschlag geben". Der Mindestlohn stieg zuletzt zum Jahr 2017 von 8,50 Euro auf 8,84 Euro. Auch Hamburgs neuer Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), hatte im März angekündigt, sich für einen Mindestlohn von wenigstens zwölf Euro pro Stunde in den öffentlichen Unternehmen der Hansestadt einzusetzen. Die betreffe immerhin jeden zweiten der insgesamt 3,2 Millionen befristet Beschäftigten.


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