Frauen-Protest bei Pilz-Comeback, Bißmann-Ausschluss ungewiss

Bei seiner Vereidigung am Montag kam es jedoch zum Eklat.

Pilz, ein Gründungsmitglied der österreichischen Grünen, hatte sich nach internen Querelen vor der Wahl von der Partei abgespalten. Der 64-Jährige hatte wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung zunächst auf sein Mandat verzichtet, ist nun jedoch als Nachrücker wieder ins österreichische Parlament zurückgekehrt. "Die blauen Frauen gehen raus, aber die Burschenschafter bleiben im Plenarsaal sitzen". Als der Vorfall im November 2017 bekannt wurde, war die Sache verjährt.

Der prominente Oppositionspolitiker, der vor der Nationalratswahl 2017 die Grünen verlassen und eine eigene Liste gegründet hatte, zog nach Bekanntwerden der Vorwürfe aus eigenem Wunsch nicht ins Parlament ein. "Die strengen Maßstäbe, die ich immer an andere angelegt habe, gelten selbstverständlich auch für mich", erklärte er damals. Anfang der 1990er Jahre war er Chef der Grünen in Österreich. Nur zwei Frauen, abgesehen von den weiblichen Abgeordneten der Liste Pilz, blieben sitzen - und alle Männer.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.


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