Putin ist zu Treffen mit Trump bereit

Putin und Trump trafen sich zwar wiederholt bei Konferenzen in größerem Rahmen.

Der russische Präsident Putin und sein amerikanischer Kollege Trump erwägen nach Angaben des Kremls ein Gipfeltreffen. Allerdings forderte Trump nun kurz vor dem G7-Gipfel in Kanada, Russland wieder in die Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsnationen des Westens aufzunehmen. Deutschland lehnt eine Rückkehr Russlands ab, solange sich die Lage in der Ukraine nicht entspannt. Doch seither hat sich das ohnehin angespannte Verhältnis beider Staaten durch den Streit über den Syrien-Konflikt und die Russland zugeschriebene Vergiftung eines russischen Ex-Spions in London verschlechtert. "Bitte schön, wir werden uns freuen, Sie bei uns in Moskau zu begrüßen", sagte Putin. Er habe schon nach Trumps Wahl gesagt, dass er ein persönliches Treffen sinnvoll fände, sagte der Kremlchef. Vor einer Woche hatte er sich in einem ORF-Interview ähnlich geäußert und gemeint, das Nicht-Zustandekommen eines Treffens sei "die Folge de heftigen innenpolitischen Kampfes in den USA".

Das "Wall Street Journal" hatte am Freitag berichtet, dass Putin Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) während seines Wien-Besuchs in dieser Woche gebeten habe, ein Treffen mit Trump in Wien zu organisieren. Peskow betonte aber, es gebe noch keine konkreten Absprachen zu Ort und Zeitpunkt für Verhandlungen zwischen Putin und Trump. Die Anschlussfrage, ob es Überlegungen zu einem solchen Treffen gebe, beantwortete Strache knapp mit "Ja". Putin bevorzuge einen "neutralen Ort". Kurz habe zugesagt, sich dahingehend an Trump zu wenden. Das Bundeskanzleramt wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Die beiden Staatschefs sprachen lediglich beim G-20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 länger direkt miteinander. Auf dem Gipfel Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Vietnam im November des Vorjahres schüttelten sie einander die Hände. Er teilte Trumps Besorgnis über das Risiko eines Wettrüstens zwischen Russland und den USA.


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