Geiselnehmer in Florida erschießt vier Kinder und sich selbst

Der Mann habe bei der Ankunft der Polizei einen Beamten mit einem Schuss schwer verletzt und sich dann mit den Kindern fast 21 Stunden lang verbarrikadiert.

Der Schütze blieb die ganze Nacht lang in der Wohnung verschanzt - zusammen mit den Kindern im Alter von einem, sechs, zehn und elf Jahren.

Wegen einer schwachen Handy-Verbindung wurde dem Mann ein Ersatztelefon angeboten.

Bei einem Geiseldrama in den USA sind vier Kinder getötet worden. Bei zwei der Kinder handelte es sich laut dem Zeitungsbericht vermutlich um seine eigenen, bei den beiden anderen um die der Frau, die wegen häuslicher Gewalt den Notruf gewählt hatte.

Gerichtsunterlagen zufolge versuchte er einmal, während eines Streits ein Haus niederzubrennen. Er war mehrfach verhaftet worden. Die Freundin des Mannes hatte sich in ein nahegelegenes Restaurant geflüchtet. Um 23.45 Uhr (Ortszeit) war der Notruf bei der Polizei eingegangen.

Anwohner des Apartmenthauses mussten während des Polizeieinsatzes ihre Wohnungen verlassen.

"Wir haben uns um eine friedliche Lösung bemüht", sagte Polizeichef John Mina nach dem Ende des Einsatzes auf einer Pressekonferenz vor Ort.

Bei einem Übergabeversuch eines Telefons habe ein Beamter den leblosen Körper eines der Kinder in dem Apartment gesehen. Leider sei es zu einem tragischen Ende gekommen.

Es handle sich um einen 35-jährigen Mann, der wegen Brandstiftung und anderer Delikte eine Bewährungsstrafe verbüßte. Wie lange die Kinder schon tot waren, als die Polizisten schließlich in die Wohnung eindrangen, war unklar.


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