Grenell will sich nicht in politische Angelegenheiten in Deutschland einmischen - Politik

Die Einladung hatte zusammen mit einem umstrittenen Interview Grenells für scharfe Kritik auch aus der Koalition gesorgt. Nun schlägt Amerikas Botschafter versöhnliche Töne an.

Grenell, der seit dem 8. Mai 2018 den lange nicht besetzten Posten des US-Botschafters in Berlin inne hat, hatte sich auf "Breitbart" beeindruckt davon gezeigt, wie die rechtspopulistische Bewegung in Europa an Macht gewinnt. "Ich setze mich dafür ein, den Handelskonflikt zu lösen".

"Ich bedauere die Tatsache, dass meine Worte falsch interpretiert wurden", sagte Grenell dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Montag).

Grenell betonte die Verflechtung der deutschen und der amerikanischen Industrie in diesem Bereich. "Wenn Sie zum Beispiel einen BMW X3 in Deutschland kaufen, müssen Sie ihn aus den Vereinigten Staaten importieren, da er nur in Spartanburg in South Carolina hergestellt wird", sagte der Diplomat.

Bundeskanzler Kurz ist am Mittwoch im Rahmen eines Besuchs in Berlin auch beim Botschafter der USA in Deutschland eingeladen. Die Verhandlungen zwischen über 20 Ländern erforderten mehr Koordination als bilaterale Beziehungen. Grenell sagte weiter: "Ich glaube, wir werden noch weitere Manöver beider Seiten sehen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir den Streit beilegen".

Am Wochenende auf dem G7-Gipfel waren die gegensätzlichen Positionen der Europäer, Japaner und Kanadier sowie der USA in der Handelspolitik aufeinandergeprallt. Zuvor hatte er bereits Strafzölle auf Stahl und Aluminium unter anderem aus der EU verhängt.


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