Trump-Kim-Gipfel aktuell - Friedensforscher: "Ehre wem Ehre gebührt!"

Nach langen diplomatischen Krisenjahren nähern sich nun die USA und Nordkorea immer weiter politisch an. Trump sagte dazu: "Er ist nicht eingeladen worden, aber er ist ein netter Kerl". Dass Kim die Einladung nach Washington annahm - wie Trump schon in Singapur mitgeteilt hatte -, durfte kaum überraschen. Er werde die Strafmaßnahmen aber aufheben, sobald Nordkoreas Atomwaffen "keine Größe mehr" seien, sagte Trump. Dabei hatte die US-Regierung vor dem Treffen in dieser Frage große Hoffnungen geweckt und die Vorgespräche mit Nordkorea als so erfolgreich beschrieben, dass Präsident Trump sogar früher als geplant aus Singapur abreisen werde.

"Das Leitmotiv für die Führer der Welt ist, wie man mit den Risiken eines amerikanischen Präsidenten umgeht, dem man nicht trauen kann, sein Wort zu halten oder seine Freunde von seinen Feinden zu unterscheiden". Von US-Seite war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Zugleich habe Trump Nordkorea Sicherheitsgarantien angeboten, meldete KCNA weiter.

In Anerkennung, dass das Gipfeltreffen zwischen den USA und der DVRK - das erste in der Geschichte - ein epochales Ereignis von großer Bedeutung war, das die jahrzehntelangen Spannungen und Feindseligkeiten zwischen den beiden Ländern überwindet und eine neue Zukunft öffnet, verpflichten sich Präsident Trump und der Vorsitzende Kim Jong Un, die Bestimmungen in dieser gemeinsamen Erklärung vollständig und zügig umzusetzen.

Trump stellte einen baldigen Friedensschluss in Korea in Aussicht. Da der Kriegszustand seit dem Ende des Koreakrieges 1953 völkerrechtlich nie beendet wurde, wäre - wie von Trump in Aussicht gestellt - ein Friedensvertrag nötig, um die Sicherheitsbedürfnisse zu befriedigen. "Die Vergangenheit muss nicht die Zukunft definieren". "Gegner können zu Freunden werden", sagte Trump. Ansonsten war von der atomaren Abrüstung nur wenig in den nordkoreanischen Medien zu lesen.

Nach Ansicht von Sipri-Direktor Smith ist der angestrebte Abrüstungs- und Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel kein Selbstläufer.

Nach Angaben von Trump wurden beim Treffen auch Menschenrechtsfragen behandelt. Der nordkoreanische Machthaber sprach seinerseits von einem "historischen Treffen" und gelobte, "die Vergangenheit zurücklassen" zu wollen. "Wir haben eine sehr besondere Verbindung aufgebaut".


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