Nukleare Abrüstung beiseite - reden wir über Autos: Trump zeigt Kim seine Limousine

Selbst wenn der Führer des Nordens, Kim Jong-un, in gutem Glauben handelt, ist dieses Ergebnis höchst unwahrscheinlich. Pompeo war aus Singapur angereist, wo er am Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un teilgenommen hatte.

Die Hochstimmung nach dem historischen Gipfel in Singapur hält an.

"Gerade gelandet - eine lange Reise, aber alle können sich nun viel sicherer fühlen als am Tag meines Amtsantritts", schrieb Trump bei seiner Rückkehr in die USA. "Paradoxerweise wird der beste Deal, den Trump mit Nordkorea erreichen kann, mehr als wahrscheinlich aussehen, wie das, was Barack Obama mit dem Iran erreicht hat".

Am 12. Juni sind Donald Trump und Kim Jong-un in Singapur zum ersten Gipfeltreffen in der Geschichte der Länder zusammengekommen. Bevor er das Amt übernommen habe, "haben die Menschen gedacht, dass wir mit Nordkorea Krieg führen würden".

Pompeo sagte, Nordkorea sei sich der Tatsache völlig bewusst, dass Abrüstungsschritte eingehend überprüft werden würden. "Nicht mehr.", schrieb Trump.

Auch für Experten der Körpersprache hatte das Treffen etwas zu bieten: ein zwölfsekündiger Handschlag noch vor der ersten Zusammenkunft, ein gemeinsamer Gang durch den Garten des Luxushotels auf der Insel Sentosa in Singapur, ein "Daumen hoch" vom US-Präsidenten vor den Flaggen beider Länder. Experten und Verbündete warten aber noch auf Details zu der als vage kritisierten Vereinbarung.

Auf dem Flug hatte Trump sich bereits per Twitter beim "Vorsitzenden Kim" bedankt.

Auch die staatlichen Medien in Nordkorea werteten den Gipfel als Erfolg. Dabei betonten sie, Trump habe einem Stopp der gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea zugestimmt, solange Gespräche andauerten. Trump hatte vor Journalisten gesagt, er sei für die Aufhebung von Sanktionen, dies werde aber nicht sofort geschehen.

Laut dem nordkoreanischen Zentralfernsehen haben sich Trump und Kim gegenseitig in ihre Staaten eingeladen und gleich die Einladung des jeweils Anderen angenommen. Trumps Angebot zur Einstellung der gemeinsamen Militärmanöver der USA mit Südkorea fand ebenso Niederschlag wie die nicht näher definierte Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

Das Weisse Haus wollte sich zu dieser Interpretation der Vereinbarung nicht äussern und verwies lediglich auf den Text der von Trump und Kim unterzeichneten Erklärung.

US-Beamte sagten jedoch, sie seien von der Ankündigung völlig überrascht worden. Auch in Tokio rief das Sorgen hervor.

Laut US-Außenminister Mike Pompeo soll die Denuklearisierung Nordkoreas bis 2020 vollständig abgeschlossen sein.


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