Melania Trump gegen Familientrennung bei Migranten - Themen des Tages

Es sei gängige Norm in der Strafverfolgung, dass Kinder nicht gemeinsam mit ihren Eltern inhaftiert würden. Begründet wird die Praxis mit einem Bibelzitat.

Die Frau des US-Präsidenten Donald Trump, Melania Trump, hat in der US-Flüchtlingsdebatte zu mehr Mitgefühl aufgerufen.

Melania Trump ist nicht die einzige First Lady, die sich gegen die kontroverse Einwanderungspolitik ausspricht.

Die US-Behörden wollen mit diesem Verfahren Einwanderer abschrecken. Neben Aktivisten und Demokraten kritisieren auch einige Republikaner das Vorgehen, darunter die frühere First Lady Laura Bush, die Trumps Handeln in einem Gastbeitrag in der Zeitung "Washington Post" als "brutal" und "unmoralisch" bezeichnete.

Der eine setzt ganz auf rigorose Maßnahmen zur Eindämmung der Zuwanderung. Er weist aber den oppositionellen Demokraten die Schuld zu. Zugleich ist darin aber auch das Ende der Familientrennungen an der Grenze und ein Pfad zur US-Staatsbürgerschaft für illegal im Land lebende junge Immigranten vorgesehen. Familien mit Minderjährigen unter fünf Jahren sei es in den meisten Fällen erlaubt, zusammenzubleiben, sagte der Grenzschutzchef im texanischen Rio Grande Valley, dem südlichsten Zipfel von Texas. Er fügte dann allerdings hinzu: "Ich würde sicherlich nicht den moderateren unterzeichnen". Sie hasse es, dass Kinder von Müttern getrennt werden.

Die Oppositionsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, nannte die Vorgehensweise "beschämend". Vor ihr, defensiv und sitzend mit verschränkten Armen, US-Präsident Donald Trump. Diese seien für ein geltendes Gesetz verantwortlich, das die Familientrennungen vorschreibe.

Dies ist falsch: Es gibt kein US-Gesetz, das die Trennung von Eltern und Kindern an der Grenze zwingend vorschreibt. Seit Mitte April haben US-Behörden 2000 Kinder illegaler Einwanderer von ihren Eltern getrennt. 1940 Mütter und Väter waren demnach in diesem Zeitraum von der Massnahme betroffen. Jeder Fall illegaler Einwanderung müsse strafrechtlich verfolgt werden. Schon der Gedanke, dass ein Staat versuche, Eltern abzuschrecken, indem er ihre Kinder einem solchen "Missbrauch" aussetze, sei skrupellos, sagte Zeid am Montag bei der Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats in Genf. Sie würden in speziellen Einrichtungen oder bei Pflegefamilien untergebracht. Man habe keine konkrete Kenntnis darüber, habe aber das Weiße Haus gebeten, keine Kinder ohne Eltern an Bord der American-Airlines-Flugzeuge zu schicken. In einem seien 20 Kinder untergebracht gewesen, Wasserflaschen und Chipstüten hätten herumgelegen.


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