Kanada kündigt eigene Zölle auf Stahl- und Aluminium an | Wirtschaft Überblick

Trump vergleicht Die EU mit China.

Er erinnerte daran, dass das Handelsprofizit der EU gegenüber den USA 150 Milliarden US-Dollar jährlich übersteige.

Die EU-Staaten haben unterdessen eine entschlossene Reaktion auf mögliche neue Zusatzzölle von US-Präsident Donald Trump vereinbart. Zudem werde die kanadische Regierung der einheimischen Stahl- und Aluminium-Industrie sowie der Fertigungsindustrie eine finanzielle Hilfe von 1,5 Milliarden US-Dollar gewähren. Die US-Zölle verstoßen nach Einschätzung Ottawas auch gegen die Regeln des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta, das beide Länder sowie Mexiko derzeit neu verhandeln. Die Nachverhandlungen zu dem Abkommen, das Grundlage für eine der größten Freihandelszonen weltweit ist, hätten eigentlich schon längst beendet sein sollen. "Ich spreche nicht über einen Rückzug", sagte Trump. Dies müsse aufhören. Die USA hätten viele Streitfälle bei der WTO verloren, weil sie bei der Besetzung der Entscheidungsgremium nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Trump hatte unter anderem Ländern wie China und Deutschland damit gedroht, den Handelskonflikt weiter zu eskalieren. Auch Zusatzzölle auf in die USA gelieferte Autos sind im Gespräch. "Die heimische Produktion von Automobilen hat keinen ersichtlichen Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit der USA", heißt es darin. Die Erhebung von Zöllen sei nicht dazu geeignet, das Wirtschaftswachstum der USA zu erhöhen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit anzukurbeln.

Kanada ist der wichtigste Handelspartner der Vereinigten Staaten. In der Abschlusserklärung des EU-Gipfels hieß es dazu, man werde auch künftig alle protektionistischen Maßnahmen zurückweisen und entsprechend reagieren.

Allerdings hat Trump die Einfuhrgebühren auf Waren aus China in Höhe von 25 Prozent ab dem 6. Juli wirksam gemacht.


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