Thailand: Endgültige Rettung verschollener Jugendfußballer zieht sich noch hin

Doch es könnte noch Monate dauern, bis sie gerettet werden können. "Für die Eingeschlossenen wäre das eine psychische Katastrophe". Die Entdeckung des Fußballteams sei ein toller Erfolg, sagte Gouverneur Narongsak: "Wir haben einen historischen Wendepunkt erreicht". Die Taucher waren mehr als drei Kilometer weit in die Höhle eingedrungen. "Mögen die Göttin Nang Non, alle ehrwürdigen Wesen, Engel und heiligen Wesen, die wir nicht sehen können, die 13 Leben gehen lassen", baten die Schüler die verehrte Berggottheit um Hilfe. Das thailändische Landwirtschaftsministerium sagte im Gegenzug Entschädigung für das "selbstlose Opfer" zu. Neun Tage lang harrten die Kinder mit ihrem Fußballtrainer in der überfluteten Höhle aus.

Zu den Vermissten hatte es die ganze Zeit über keinen Kontakt gegeben.

Familienangehörige lachen erleichtert, nachdem die Jugendlichen und ihr Trainer lebend gefunden wurden. Das teilte die thailändische Regierung am späten Montagabend (Ortszeit) mit.

Die einer Höhle eingeschlossene thailändische Fußballmannschaft ist noch lange nicht gerettet, da schmieden die Behörden schon Pläne für den Unglücksort. Auf ihre Befreiung müssen sie weiter warten.

Die Jugendlichen und ihr Trainer könnten bis zu 30 Tage ohne Verpflegung überleben, wenn sie mit ihrer Energie gut Haus halten, hatte Provinzgouverneur Narongsak Osotthanakorn noch kurz vor der Erfolgsmeldung gesagt.

Obwohl es bisher kein Lebenszeichen von der in der weitläufigen Höhle eingeschlossenen Jugend-Fußballmannschaft gibt, klammern sich viele an die Hoffnung und die Versicherungen der Behörden, dass doch noch alles gut werden könnte.

Keiner der Jungen schwebt in Lebensgefahr, die meisten haben aber kleinere Gesundheitsprobleme. Ein Arzt sei zu den Jungen geschickt worden, um sie zu untersuchen und Medikamente und Energydrinks zu bringen.

Chiang Rai. Die Retter geben die Hoffnung nicht auf: Fieberhaft suchen Experten in Thailand nach neuen Zugängen zu einem Höhlensystem, in dem seit mehr als einer Woche Kinder und Jugendliche verschollen sind. Die Helfer bereiteten derweil weiter die schwierige Rettungsaktion vor: Es würden Lebensmittel für mindestens vier Monate geliefert, alle Jungen sollten zudem tauchen lernen, hieß es von Seiten der Armee. Der Stützpunkt sei tief im Inneren der Tham-Luang-Höhle in einem Durchgang eingerichtet worden, teilten Einsatzkräfte mit. Sie werden zunächst mit dem Nötigsten versorgt.

Die Taucher seien nur noch einen Kilometer von einem höher gelegenen Bereich der Tham-Luang-Höhle entfernt, wo die Kinder vermutet werden, sagt der Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Narongsak Osottanakorn. Doch schließlich war es geschafft: Taucher konnten zu den Eingeschlossenen vordringen.

Ein führender amerikanischer Höhlenrettungsexperte, Anmar Mirza, war der Ansicht, die Rettungskräfte hätten noch einige Herausforderungen vor sich, ehe die Vermissten in Sicherheit seien.


Beliebt

VERBINDEN