ARD-WM-Chef übt scharfe Kritik an Thadeusz & Beisenherz

In der ARD-Show "WM-Kwartira" fiel der Comedian Oliver Polak (42) am späten Dienstagabend äußerst unangenehm durch Schock-Aussagen auf. Comedian Oliver Polak teilte gegen die deutsche Fußball-Legende Lothar Matthäus aus: "In den letzten zwanzig Jahren war nichts mehr, wo man sagen kann: Respekt!"

Danach verglich er noch den Gang der Engländer zum Elfmeterschießen gegen Kolumbien mit einer "indischen Frau, wenn die in einen Bus steigt" und sagte, er habe dem anderen Studiogast, Fußballer Lewis Holtby, einen Blowjob versprochen.

Lothar Matthäus äußerte sich zu den Aussagen des Comedians bislang übrigens nicht und auch von Micky Beisenherz, der sonst nur selten ein Blatt vor den Mund nimmt, war am Tag nach der Sendung in den sozialen Netzwerken kein Wort über den Auftritt seines Kollegen zu lesen.

Warum sie nicht gleich Kontra gegeben haben, erklären die Moderatoren so: "Auch wenn wir innerlich aufgewühlt waren, wollten wir auch im Interesse des Betroffenen dem Ganzen keine größere Skandalisierungsbühne geben. Deshalb beließen sie es zunächst bei der Aussage, dies sei die 'Eigenmeinung des Gastes' und dem Verweis auf Matthäus' WM-Titel". "Da ein - offensichtlich! - polarisierender Satiriker auf der Couch saß, schien uns die große Empörung aber im ersten Moment auch nicht das richtige Stilmittel zu sein", so Beisenherz und Thadeusz. Diese gestanden dann, dass sie die Aussage irritiert habe: "Bei dieser WM haben einige deutsche Teilnehmer Schwächen in der Defensive gezeigt". Gestern gehörten wir leider auch dazu. Dennoch entschuldigten sich beide bei Lothar Matthäus "aufrichtig".

Auch der ARD missfiel die Show. Polak werde "definitiv" nicht mehr eingeladen, so Programmchef Thomas Wehrle. "Das bedauern wir sehr". Im Nachgang habe man die Situation mit den Moderatoren "gründlich analysiert und besprochen".


Beliebt

VERBINDEN