ESC-Siegersong auf dem Prüfstand:Wurde bei Nettas "Toy" abgekupfert?

Einem Bericht der dpa zufolge bekamen die Autoren von "Toy", mit dem die Sängerin Netta Barzilai im Mai 2018 den Wettbewerb für Israel entschied, vor rund zwei Wochen Post vom Majorlabel. Die Universal Music Group wirft den Komponisten des Siegertitels "Toy" vor, sich beim White-Stripes-Lied "Seven Nation Army" bedient zu haben.

Wird der Israelin Netta Barzilai der Sieg beim ESC in Lissabon aberkannt?

Den Komponisten des ESC-Siegerliedes "Toy" droht laut israelischen Medienberichten ein Verfahren wegen Plagiatsvorwürfen.

Israelische Medien schrieben, sollten nachweislich zumindest Teile von "Toy" abgekupfert sein, könne dies die Ausrichtung des Eurovision Song Contests 2019 in Israel gefährden. Dabei gehe es aber nicht um Ähnlichkeiten bei der Melodie oder beim Text, sondern der Rhythmus sei abgekupfert worden, so der Vorwurf.

Barzilais Manager Ofer Menahem bestätigte den Eingang des Briefes. Medalie sagte laut "Ynet", er fliege nach Los Angeles, um die Frage vor Ort zu klären.

Die Zeitung hatte bereits im März in einem Text über "Toy" geschrieben, der Song erinnere an "Seven Nation Army". Der Siegersong müsse ein Original sein.

Israelische Medien äußerten nun die Befürchtung, dass Netta disqualifiziert werden könnte, sollte das Song tatsächlich als Plagiat beurteilt werden.

Plagiatsvorwürfe sind so alt wie der Eurovision Song Contest – fast jedes Jahr gibt es Berichte, wonach Lieder oder Liedteile geklaut worden seien.


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