AUA streicht Hongkong und Havanna

Ausgebaut werden soll hingegen das Angebot mit Ziel US-Ostküste. "Wir fliegen lieber mit gleicher Flottenstärke verstärkt nach Nordamerika und China", sagt ein Sprecher. Die Flüge nach Havanna, Hongkong, Sri Lanka und Linz werden gestrichen. Isfahan und Schiras werden bereits ab Mitte September 2018 nicht mehr im Programm von Austrian Airlines sein.

Hongkong und Miami waren schon länger hinter den Plänen zurückgeblieben und unter Beobachtung. Es gebe - im Gegensatz zu Ferndestinationen wie den Malediven oder Mauritius - zu wenige Vier-und Fünf-Stern-Hotels und damit zu wenig Klientel, das auch teure Flugtickets bucht. Auch die Flugverbindung zwischen Wien und Linz wird ab dem Winterflugplan 2018/19 eingestellt, wobei der letzte Flug am 27. Oktober von Linz kommend in Wien landen wird. Das war zu erwarten und liegt an den massiv ausgebauten Fernzugverbindungen vom Westen nach Wien-Schwechat. Linz ist ab 28. Oktober ebenfalls Geschichte.

Austrian-CCO Andreas Otto möchte mit den frei werdenden Kapazitäten bestehende Strecken ausbauen - vor allem Richtung Nordamerika. Auch vom Flughafen Wien nach Linz fahren täglich bis zu 16 Züge mit OS Flugnummern.

Die AUA hat von der deutschen Mutter Lufthansa die Vorgabe, profitabler zu werden. "Geht seine Rechnung auf, soll die Passagierzahl mit dem neuen Flugplan um zehn Prozent gesteigert werden, 2017 hatte die Airline insgesamt 12,9 Millionen Fluggäste befördert". New York, JFK, wird bis zu sechs Mal pro Woche angeflogen und somit um bis zu drei Flüge aufgestockt. "Auf der Langstrecke leben wir von der Ostküste", wird AUA-Vorstand Andreas Otto in der Zeitung zitiert. Das vergraule gut zahlende Business-Kunden, deren Terminkalender sich oft schnell ändere - und die damit oft einen Tag früher oder später fliegen müssten. "Mit diesen Maßnahmen wollen wir vor allem die Geschäftsreisenden und Transferpassagiere in Osteuropa ansprechen und damit auch mehr Kunden gewinnen".


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