Feld und Wald in Flammen: Munitionsreste explodieren

Er sei zwar unter Kontrolle.

Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg erschweren immer noch die Arbeit der Einsatzkräfte. Sechs Wasserwerfer sollen darüber hinaus ein Ausbreiten des Brandes bei Groß Laasch verhindern, wie das THW am Sonntag mitteilte.

Das Feuer war am Mittwoch auf einem Feld ausgebrochen und hatte sich durch den trockenen Boden auch auf einen Wald ausgebreitet (TAG24 berichtete).

Speziell geschützte Löschpanzer einer privaten Firma übernehmen nun die Brandbekämpfung, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag sagte.

Bereits am Dienstag hatte der Minister gemeinsam mit dem Bauernverband dazu aufgerufen, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Zufällig vor Ort war auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus, der sich wegen der zahlreichen Brände der vergangenen Tage vor Ort über die Situation informieren wollte. Bei vielen wird Funkenschlag beim Ernten als Brandursache vermutet. Für die Helfer bestand nach Angaben des Landkreises Lebensgefahr. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Autobahn 14 in der Nähe der Einsatzstelle gesperrt werden. Zudem sei ein Tanklaster zur Unterstützung hinzugezogen worden.

Die Munition in den Wäldern stammt von der deutschen Wehrmacht, die sich 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee ihrer Waffen und Munition entledigte. Demnach seien 3,9 Prozent der Landesfläche (90 000 Hektar) betroffen.


Beliebt

VERBINDEN