Rundfunkbeitrag: Millionen Bürger müssen mit Post rechnen

Berlin - Wie der sogenannte Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio am Donnerstag mitteilte, werden bald 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit Post rechnen können. Das ist rückwirkend bis zum 1. Januar 2016 möglich.

Lässt sich eine volljährige Person keiner bereits beim Beitragsservice angemeldeten Wohnung zuordnen, wird per Brief erfragt, ob eine Anmeldung notwendig ist. Im Zuge eines laufenden Datenabgleichs der Einwohnermeldeämter wurden jene Menschen identifiziert, die dem Beitragsservice bislang unbekannt sind und womöglich noch keinen Rundfunkbeitrag bezahlen. Der Abgleich der Meldedaten und der Versand der Klärungsschreiben wird voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Im vergangenen Jahr blieben die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender nahezu stabil. Sie betrugen 7,974 Milliarden Euro.

90 Prozent der Erträge stammen aus dem privaten Bereich: Die Zahl der Wohnungen ist 2017 mit 39,14 Millionen gegenüber 2016 leicht gestiegen.

Insgesamt kommen durch den Rundfunkbeitrag (früher: "GEZ-Gebühr") fast acht Milliarden Euro zusammen, genauer: 7.974.000.000 Euro. Der Rundfunkbeitrag ist bis 2020 auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt.

Übrigens: Das Bundesverfassungsgericht will in Kürze (am 18. Juli) ein Urteil zum Rundfunkbeitrag sprechen.

3,5 Millionen ist eine relativ hohe Zahl bei rund 81,5 Millionen Bundesbürgern und 3,2 Millionen, die von der Beitragszahlung befreit sind. Beim Beitragsservice will man diese Entscheidung abwarten.


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