Business: Xiaomi startet enttäuschend an die Börse

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi enttäuschte bei seinem Börsengang in Hongkong. Bereits der Ausgabepreis von 17 Hongkong-Dollar lag dabei allerdings am unteren Ende der erwarteten Preisspanne, welche von Analysten auf bis zu 22 Hongkong-Dollar je Aktie geschätzt wurde.

Der Erlös lag mit rund 5 Milliarden US-Dollar deutlich unter den Erwartungen des Unternehmens, das neben Smartphones auch Fernseher, Laptops, Haushaltsgeräte und andere Elektrogeräte verkauft. Im Zuge des Börsengangs wurde der Wert des Unternehmens auf rund 54 Milliarden Dollar beziffert, wobei frühere Schätzungen zum Teil mehr als 100 Milliarden Dollar angaben.

Wegen der Eskalation des Handelskonflikts zwischen China und den USA ist die Stimmung an den Märkten schon länger gedrückt. Obwohl der führende Aktienindex in Hong Kong, der Hang Seng Index, zum Handelsstart um 1,3 Prozent zulegte, gab das Xiaomi-Papier um 2,9 Prozent nach. Die Xiaomi-Aktie sei außerdem in den Sog sogenannter Leerverkäufe geraten, sagte Shen Meng von der Investmentbank Chanson & Co der "Financial Times". Auslöser dafür war die Sorge in China, private Anleger könnten mit Tech-Aktien Geld verlieren.

Eigentlich wollte Xiaomi den größten Börsengang des Jahres hinlegen.


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